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Ab dem Einstellungsjahrgang 2021 wird die Anw√§rterbesoldung f√ľr den allgemeinen Vollzugsdienst und den Werkdienst sp√ľrbar angehoben.

BSBD im Kampf um h√∂here Anw√§rterbez√ľge erfolgreich!

Seit Jahren fordert der BSBD NRW eine deutliche Anhebung der Anw√§rterbez√ľge. Jetzt zeichnet sich ein Teilerfolg ab. Wie seitens des Ministeriums der Justiz verlautet, soll der Anw√§rtersonderzuschlag f√ľr den Einstellungsjahrgang 2021 f√ľr die Laufbahn des Allgemeinen Vollzugsdienstes auf 60 Prozent und f√ľr die Laufbahn des Werkdienstes auf 70 Prozent des Anw√§rtergrundbetrages angehoben werden.

Damit sind unsere Vorstellungen zwar nicht in G√§nze erf√ľllt worden, aber Finanz- und Justizministerium bewegen sich in die richtige Richtung.

In den zur√ľckliegenden Jahren hat sich die Nachwuchsgewinnung zunehmend als schwierig erwiesen. Verf√ľgbare Stellen k√∂nnen nur mit erheblichem Zeitverzug besetzt werden, l√§ngere Stellenvakanzen sind in vielen Vollzugseinrichtungen an der Tagesordnung.

Die durch die Landesregierung geschaffenen zus√§tzlichen Stellen sind folglich nur zu einem Teil besetzt worden, so dass die zwingend notwendige personelle Entlastung nicht sofort sp√ľrbar wird. Der BSBD NRW hat die Anw√§rterbesoldung seit l√§ngerem als einen wesentlichen Schwachpunkt f√ľr diese Entwicklung ausgemacht und entsprechende Verbesserungen angemahnt.

Bislang war die Lage bei der Nachwuchsgewinnung ziemlich verfahren. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber konnten nicht mehr in ausreichender Zahl f√ľr die beiden Laufbahnen interessiert werden, weil viele Unternehmen g√ľnstigere Rahmenbedingungen boten. Die gegenw√§rtige Corona-Pandemie sorgt jetzt daf√ľr, dass Bewerberinnen und Bewerber der Sicherheit des Arbeitsplatzes wieder einen h√∂heren Stellenwert beimessen. Das ist g√ľnstig f√ľr den Vollzug. Die hinzutretende bessere Besoldung wird zudem einen wesentlichen Beitrag leisten, dass verf√ľgbare Bewerberpotential effektiver auszusch√∂pfen.

Der BSBD NRW hatte im Vorfeld vor zu kleinen Erh√∂hungsschritten gewarnt, weil sonst das angestrebte Ziel verfehlt werden k√∂nnte. Die jetzt vorgenommene Anhebung der Anw√§rtersonderzuschl√§ge k√∂nnte allerdings einen positiven Effekt haben, weil die Kumulation von h√∂herem Gehalt und sicherem Arbeitsplatz schon einen Effekt gesteigerter Wirksamkeit ausl√∂sen d√ľrfte.

F√ľr den BSBD NRW begr√ľ√üte Landesvorsitzender Ulrich Biermann die Anhebung der Anw√§rterbesoldung, kritisierte allerdings gleichzeitig, dass Verbesserungen f√ľr die Laufbahnen des Verwaltungsdienstes nicht in Erw√§gung gezogen worden sind. ‚ÄěWir haben Verst√§ndnis, dass angesichts der hohen St√ľtzungszahlungen f√ľr Arbeitnehmer und Unternehmen im Zuge der Pandemie bei zus√§tzlichen Ausgaben Zur√ľckhaltung ge√ľbt wird. Wir werden diese zus√§tzlichen Laufbahnen allerdings nicht aus dem Blick verlieren, denn hier besteht weiter akuter Handlungsbedarf. Der BSBD wird die Wirkung der Anhebung der Anw√§rterbesoldung kritisch beobachten. Tritt der angestrebte Erfolg nicht ein, werden wird f√ľr weitere Verbesserungen streiten.‚Äú

Friedhelm Sanker

Foto im Beitrag © BSBD-Archiv