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Arbeitsunfall

Arbeitsunfall?

Ein Unfallereignis ist ein zeitlich begrenztes, von au√üen auf den K√∂rper einwirkendes Ereignis, das zu einem Gesundheitsschaden f√ľhrt.

 

Der Begriff Arbeitsunfall bezieht sich nicht allein auf Unfälle, die Beschäftigte während ihrer Arbeitstätigkeit erleiden. Er ist weiter gefasst. Das liegt daran, dass sich der Kreis der Versicherten in der gesetzlichen Unfallversicherung im Laufe ihres Bestehens erweitert hat.

Heute sind nicht nur Arbeitnehmer bei ihren beruflichen T√§tigkeiten versichert, sondern auch viele andere Personengruppen. Zum Beispiel Sch√ľler und Sch√ľlerinnen w√§hrend ihres Schulbesuchs, Kinder in einer Kindertagesst√§tte oder Menschen, die erste Hilfe geleistet haben nach einem Verkehrsunfall.

Ob ein Koch sich in der K√ľche die Hand verbrennt oder eine Sch√ľlerin sich beim Fu√üballspiel im Sportunterricht ein Bein bricht - beides ist versicherungsrechtlich ein Arbeitsunfall. Das gilt im √ľbrigen auch f√ľr Unf√§lle bei vielen ehrenamtlichen T√§tigkeiten.

Allgemein kann man deshalb sagen:
Arbeitsunf√§lle sind die Unf√§lle, die versicherte Personen infolge der versicherten T√§tigkeit erleiden. Und die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz bei der Aus√ľbung dieser T√§tigkeiten.

Weitreichender Versicherungsschutz

Der Schutz der Unfallversicherung geht an manchen Punkten noch weiter. Er besteht auch f√ľr T√§tigkeiten, die mit der versicherten T√§tigkeit in Zusammenhang stehen. Dazu einige Beispiele. Versichert sind auch

  • die Verwahrung, Bef√∂rderung, Instandhaltung oder Erneuerung von Arbeitsger√§ten
  • die Teilnahme der Besch√§ftigten am Betriebssport oder an Betriebsausfl√ľgen
  • und - feiern, sofern diese Veranstaltungen vom Unternehmen durchgef√ľhrt werden
  • die Teilnahme der Sch√ľlerinnen und Sch√ľler an Klassenfahrten und -feiern, die im¬†Verantwortungsbereich der Schule stattfinden.

Kein Versicherungsschutz

Kein Versicherungsschutz besteht, wenn Verletzungen oder Gesundheitsschäden ohne Einwirkung von außen zufällig während der versicherten Tätigkeit auftreten. Wenn also zum Beispiel ein Kind im Hort plötzlich Nasenbluten bekommt oder ein Mitarbeiter am Schreibtisch einen Herzinfarkt erleidet.

Die gesetzliche Unfallversicherung ersetzt in der Regel keine Sachwerte.

Ausnahmen:

Sachschäden, die durch das Leisten von Erster Hilfe entstehen (z.B. zerrissene Kleidung) oder durch den Arbeitsunfall beschädigte Hilfsmittel (z.B. Brille)

werden ersetzt.

Arbeitsunfall: Was nun?

Ein Arbeitsunfall, der zu einer Arbeitsunf√§higkeit von mehr als drei Kalendertagen f√ľhrt, muss der zust√§ndigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse gemeldet werden, und zwar sowohl vom Arbeitgeber als auch vom behandelnden Arzt.
Der Arbeitgeber erstattet die Unfallanzeige. Viele Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bieten auf ihren Internetseiten bereits die Möglichkeit zur Online-Unfallanzeige.
Der Arzt schreibt einen eigens daf√ľr vorgesehenen Bericht und leitet ihn an den Unfallversicherungstr√§ger weiter.

Wegeunfälle

Wegeunfälle sind Unfälle, die Beschäftigte auf dem Weg zur oder von der Arbeit erleiden. Versichert sind auch Umwege, die zum Beispiel nötig werden:

  • um Kinder w√§hrend der Arbeitszeit unterzubringen
  • bei Fahrgemeinschaften
  • bei Umleitungen
  • weil der Arbeitsplatz √ľber einen l√§ngeren Weg schneller erreicht werden kann

Nach Arbeitsunfall Durchgangsarzt aufsuchen

Durchgangs√§rzte sind besonders qualifiziert f√ľr die Behandlung von Unfallverletzten. Die Vorstellung bei einem Durchgangsarzt ist erforderlich, wenn

  • die Unfallverletzung √ľber den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunf√§higkeit f√ľhrt,¬†oder
  • die notwendige √§rztliche Behandlung voraussichtlich √ľber eine Woche andauert,¬†oder
  • Heil- und Hilfsmittel zu verordnen sind,¬†oder
  • es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

Bei leichten Verletzungen werden Unfallverletzte vom Durchgangsarzt zur weiteren Behandlung an den Hausarzt √ľberwiesen. In diesen F√§llen √ľberwacht der Durchgangsarzt das Heilverfahren z.B. durch Wiedervorstellungstermine (Nachschau).

Unfallverletzte mit alleinigen Augen- oder Hals-, Nasen-, Ohrenverletzungen k√∂nnen sich auch direkt bei einem entsprechenden Facharzt vorstellen oder werden dorthin √ľberwiesen.

Rehabilitation / Leistungen

Die gesetzliche Unfallversicherung erbringt aktiv alle medizinischen und außermedizinischen Leistungen zur Rehabilitation einschließlich der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft sowie ergänzende Leistungen aus einer Hand. Sie stellt die betroffenen Menschen mit dem Ziel der Förderung ihrer Selbstbestimmung im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) IX in den Mittelpunkt und orientiert sich an der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen.

Nach einem Arbeitsunfall, einer Berufskrankheit oder auch bei einer drohenden Berufskrankheit sichert die gesetzliche Unfallversicherung bestehende Beschäftigungsverhältnisse mit allen geeigneten Mitteln. Hierzu erbringen die Unfallversicherungsträger primär Leistungen der medizinischen Rehabilitation und, wo dies nicht ausreicht, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.

Parallel dazu werden bei Bedarf Hilfen zur Bew√§ltigung der Anforderungen des t√§glichen Lebens und zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft sowie zur F√ľhrung eines m√∂glichst selbstst√§ndigen Lebens bereitgestellt. Ebenso erbringt die gesetzliche Unfallversicherung erg√§nzende Leistungen, um den Erfolg der Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe zu erreichen und zu sichern.
Mit der Einf√ľhrung der gesetzlichen Unfallversicherung wurde die zivilrechtliche Haftung des Unternehmers gegen√ľber seinen Besch√§ftigten abgel√∂st.
Die Gesundheit der Versicherten soll mit allen geeigneten Mitteln möglichst vollständig wiederhergestellt werden.

Leistungen zur beruflichen und sozialen Teilhabe

Ist die berufliche und soziale Wiedereingliederung der Versicherten gef√§hrdet, unterst√ľtzen die Unfallversicherungstr√§ger die Versicherten fr√ľhzeitig und gezielt durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (berufliche Teilhabe) sowie durch Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (soziale Teilhabe).
W√§hrend der Rehabilitationsma√ünahmen erhalten die Versicherten, soweit sie in dieser Zeit kein Entgelt erzielen k√∂nnen, Entgeltersatzleistungen in Form von Verletztengeld und √úbergangsgeld. Damit sind sie w√§hrend der medizinischen und/oder beruflichen Rehabilitation finanziell abgesichert. F√ľr Versicherte, die im t√§glichen Leben in erheblichem Umfang fremder Hilfe bed√ľrfen, wird Pflegegeld gezahlt.

Kommt es trotz aller Unfallverh√ľtungsma√ünahmen zu einem t√∂dlichen Arbeitsunfall oder einer t√∂dlich verlaufenden Berufskrankheit, dann sichert die gesetzliche Unfallversicherung die Hinterbliebenen...

Welche Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse f√ľr Sie zust√§ndig ist, kann Ihnen die Personalstelle Ihres Arbeitgebers mitteilen. Dar√ľber hinaus h√§ngt die Adresse des Tr√§gers in jedem Betrieb am Schwarzen Brett aus.